Wer ein Gebäude thermisch oder akustisch dämmen möchte, ohne auf synthetische Materialien zurückzugreifen, findet in expandiertem Perlit und Blähton zwei der meistverwendeten mineralischen Alternativen. Beide sind leichte Zuschlagstoffe natürlichen Ursprungs, unterscheiden sich jedoch in Eigenschaften und Anwendung.
Expandiertes Perlit
Perlit ist ein vulkanisches Gestein, das sich bei hohen Temperaturen ausdehnt und dabei ein sehr leichtes, poröses Material bildet. Es wird in Dämmmörteln, als Substrat im Gartenbau und in industriellen Filteranwendungen eingesetzt. Seine extrem geringe Dichte macht es besonders geeignet, um das Gewicht eines Bauwerks zu reduzieren, ohne auf Wärmedämmung zu verzichten.
Blähton
Blähton entsteht, indem natürlicher Ton so stark erhitzt wird, dass poröse, leichte Körner mit einer widerstandsfähigen Außenschicht entstehen. Er wird in Leichtbeton, Dachbegrünungen, Drainagen sowie als Trittschalldämmung in Estrichen und Decken eingesetzt, da er die Übertragung von Trittschall wirksam dämpft.
Welches Material wählen?
Als allgemeine Regel gilt: Perlit ist vorzuziehen, wenn geringes Gewicht und maximale Wärmedämmung im Vordergrund stehen (etwa bei Spritzmörteln), während Blähton besser für leichte tragende Anwendungen und die Trittschalldämmung von Böden geeignet ist. In vielen Projekten werden beide Materialien je nach Bereich der Baustelle kombiniert.
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